Jeden Herbst spielt sich über der Straße von Gibraltar eines der beeindruckendsten Naturschauspiele der Welt ab. Millionen von Vögeln – Raubvögel, Störche, Flamingos und Hunderte anderer Arten – überqueren die schmale Meerenge zwischen Europa und Afrika auf ihrem Weg in ihre Winterquartiere südlich der Sahara. Tarifa ist der beste Ort auf dem Kontinent, um dieses Phänomen zu beobachten.
Warum die Straße von Gibraltar?
Vögel, die große Gewässer nicht überqueren können – wie beispielsweise Raubvögel, die zum Gleiten auf thermische Aufwinde über dem Festland angewiesen sind –, konzentrieren sich auf die engsten Stellen zwischen den beiden Kontinenten. Die Straße von Gibraltar, die an ihrer engsten Stelle nur 14 km breit ist, bildet den natürlichen Trichter der gesamten westlichen Migration.
Zahlen zur Migration
Schätzungen zufolge überqueren zwischen August und November mehr als eine Million Greifvögel die Meerenge. Zu den am häufigsten vorkommenden Arten zählen:
- Europäischer Wespenbussard: die am häufigsten vorkommende Art mit bis zu 400.000 Exemplaren.
- Schwarzes Milano: Tausende von Vögeln, die von der Küste aus zu sehen sind.
- Steppenadler: ein eleganter Segelfalter, der im September in großer Zahl auftritt.
- Weißstorch: Ihre riesigen Schwärme gehören zu den beeindruckendsten Naturschauspielen.
- Mönchsgeier: Giganten der Lüfte, die jeden beeindrucken, der sie sieht.
Wo kann man in Tarifa Vögel beobachten?
Der beste Aussichtspunkt ist der Hügel über dem Strand von Los Lances, bekannt als „Mirador del Estrecho“. Auch der „Punto de Tarifa“ (die Isla de las Palomas) und die Umgebung des Leuchtturms von Punta Carnero bieten eine herrliche Aussicht. Die Organisation MIGRES führt regelmäßige Erhebungen durch und verfügt über Freiwillige, die dir weiterhelfen können.
Tipps für Vogelbeobachter
- Nimm ein Fernglas mit mindestens 8×42 mit.
- Tage mit mäßigem Ostwind eignen sich am besten für die Beobachtung.
- Früh aufstehen: Die frühen Morgenstunden sind die aktivsten.